AG 7

Mobilität

Ziel der Teilvorhaben der Arbeitsgruppe (AG) 7 ist die Umsetzung und Demonstration vollständig „grüner“, d.h. treibhausgasfreier, Mobilität im Individualverkehr, im ÖPNV, in der Abfallentsorgung & Stadtreinigung, im Schwerlastverkehr und auf dem Vorfeld des Flughafens. Dafür sollen emissionsfreie Fahrzeuge beschafft und eingesetzt werden. So soll die Umsetzbarkeit einer auf regenerativen Energien basierten Wasserstoffmobilität im Alltagseinsatz großskalig demonstriert werden. Die daraus gewonnen Erkenntnisse fließen in die Untersuchung der spezifischen Anforderungen an Geschäfts- und Betreibermodelle ein.

Einordnung im Norddeutschen Reallabor

Teilvorhaben (TV)

AG 7 - Mobilität

Standort

Hamburg & Schwerin

Beteiligte Partner

Alphabet Fuhrparkmanagement GmbH, Hamburger Hochbahn, Verkehrsbetrieb Hamburg-Holstein GmbH, Nahverkehr Schwerin GmbH, Schweriner Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungsgesellschaft (SAS), Entsorgungsbetriebe Lübeck, Stadtreinigung Hamburg, Volker Rumstich Transport GmbH, Flughafen Hamburg GmbH

Zuwendungsgeber

BMWK & BMDV

Vorhabenart

Erprobungsvorhaben

Individualverkehr

Es werden Brennstoffzellenfahrzeuge im Individualverkehr im Rahmen einer Leasingvereinbarung eingesetzt. Kooperationspartner ist Alphabet.

 

ÖPNV

Brennstoffzellenfahrzeugen werden bei der Hamburger Hochbahn und im Nahverkehr Schwerin (NVS) im Regelbetrieb eingesetzt.

Die Hamburger Hochbahn plant die vollständige Elektrifizierung ihrer 1.000 Busse bis zum Jahr 2030. Zwar kann gegenwärtig nicht verlässlich abgeschätzt werden, in welchem Verhältnis Batterie- und Brennstoffzellenbusse zum Einsatz kommen werden, jedoch eignet sich die Brennstoffzellentechnik insbesondere für Fahrzeuge mit großen Gefäßgrößen (18m Busse) und langen Umläufen.

Abfallentsorgung und Stadtreinigung

Sowohl die Stadtreinigung Hamburg als auch die Schweriner Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungsgesellschaft (SAS) setzen Brennstoffzellenfahrzeugen in der Abfallentsorgung und Stadtreinigung ein.

Die SAS wird die Projekterfahrungen für die sukzessive, nachhaltige Erneuerung ihres Fuhrparks nutzen. Da die SAS zur Remondis-Gruppe gehört, werden die Projektergebnisse innerhalb der Gruppe geteilt, so dass sich eine erfolgreiche Demonstration auch auf die Fahrzeugbeschaffungen anderer Standorte auswirken kann.

Vorfeldverkehr und H2-Tankstelle

Der Flughafen Hamburg setzt Brennstoffzellenfahrzeugen für den Gepäcktransport und für die Nutzung einer betrieblichen Wasserstofftankanlage ein.

Auf Basis der Projektergebnisse plant der Flughafen Hamburg die Umstellung seiner aus 30 Fahrzeugen bestehenden Gepäckschlepperflotte auf Brennstoffzellenantriebe.

Ziele

  • Demonstration einer vollständigen Wertschöpfungskette der Sektorenkopplung bzw.
    konkret des Einsatzes regenerativer Energie im Bereich der Mobilität – beginnend bei
    der Produktion von Wasserstoff mit Strom aus erneuerbarer Energie über dessen
    Distribution zu den Tankstellen bis zur direkten Anwendung in Fahrzeugen.
  • Schaffung eines ersten Marktes für grünen Wasserstoff mit mehreren Anbietern und
    Abnehmern im Norddeutschen Reallabor.
  • Klärung und Umsetzung geeigneter Schnittstellen zwischen Produktion, Distribution
    und Nutzung des Wasserstoffs in den jeweiligen Flotten (z.B. hinsichtlich Wasserstoffqualität,
    Liefersicherheit etc.)
  • Nachweis der Wirtschaftlichkeit der Konzepte, Bewertung verschiedener Geschäftsmodelle
    sowie Best Practice Analysen für ein optimales Zusammenspiel zwischen
    Produktion, Logistik, Tankstelleninfrastruktur und Anwendung.
  • Nachweis, dass die Sektorenkopplung im Bereich der Mobilität wirtschaftlich, technisch
    und rechtlich funktionieren kann.

Nutzen

Die AG 7 Mobilität wirkt positiv auf die Transformation ein, indem diese nachweisen möchte, dass die Sektorenkopplung im Bereich der Mobilität wirtschaftlich, technisch und rechtlich funktionieren kann. Dadurch können neue Geschäftsmodelle entstehen, die auf langer Sicht auch neue Arbeitsplätze zur Folge haben. Darüber hinaus leisten die Brennstoffzellenfahrzeuge ihren Beitrag zum Erreichen der nationalen Klimaziele, indem diese CO2 einsparen.

Arbeitsschritte

  • Beschaffung der Brennstoffzellenfahrzeuge
  • Sicherstellung der Betankungsmöglichkeiten
  • Verzahnung von Wasserstoffproduktion mit Wasserstofftransport und Wasserstoffabnahme

Ansprechperson zu diesen Teilvorhaben

Peter Lindlahr

hySOLUTIONS GmbH
Geschäftsführer

T +49 40 32 88 4424
peter.lindlahr@ hysolutions-hamburg.de