GIZ-Delegation aus Südafrika zu Besuch beim NRL

Weitgereister Besuch: Ende März informierte sich eine hochrangige Delegation am CC4E über Ziele und Fortschritte des Norddeutschen Reallabor und die regionale Zusammenarbeit im Projekt.
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Die südafrikanische Delegation informierte sich am CC4E über länderspezifische Herausforderungen beim Wasserstoff-Hochlauf

Autorin: Sandra Meyer-Ghosh, CC4E/HAW Hamburg, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit NRL

Hamburg. Das internationale Interesse am Norddeutschen Reallabor (NRL) als wegweisendem Verbundprojekt für den Wasserstoff-Hochlauf ist weiterhin hoch. So besuchte am 22. März eine hochrangige Delegation aus Südafrika das Projekt und tauschte sich am Technologiezentrum Energie-Campus (TEC) in Hamburg-Bergedorf mit Mike Blicker, NRL-Projektkoordinator und Mitglied des CC4E-Leitungsteams, und Holger Wiertzema aus dem NRL-Projektmanagement Office zu Fragen des Wasserstoff-Hochlaufs aus.

Die Delegierten stammten aus verschiedenen südafrikanischen Ministerien, die zu grünem Wasserstoff arbeiten, sowie Vertretern der Privatwirtschaft und der Entwicklungsbank. Sie nutzten ihre Reise nach Berlin und Hamburg, um am Berlin Energy Transition Dialogue (BETD) teilzunehmen, um innovative Unternehmen und Initiativen zu grünem Wasserstoff und Power-to-X-Produktion und -Anwendung kennenzulernen und sich zu vernetzen. Dabei ist das Norddeutsche Reallabor auch in Hinblick auf dessen Rolle bei der Förderung innovativer Ansätze zur Sektorenkopplung und insbesondere von Wasserstoff und dessen industrieller Nutzung von Interesse für die südafrikanischen Delegierten gewesen. Auch die regionale Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Bundesländern wurde gemeinsam mit den NRL-Vertretern diskutiert.

Gemeinsamer Austausch zu grünem Wasserstoff und dessen Potenzialen

„Für die Besucher war es augenscheinlich sehr interessant, dass wir konkrete Projekteinblicke in unsere Teilvorhaben geben konnten und auch über gemeinsam überwundene Hürden im NRL gesprochen haben, zum Beispiel auf regulatorischer Seite oder in Genehmigungsprozessen“, resümiert NRL-Projektkoordinator Mike Blicker. „Nachfragen gab es insbesondere zum Thema Ammoniak-Einsatz bei den NRL-Partnern, da das Land selbst plant, Ammoniak im großen Stil zu exportieren, sowie zur Förderung gesellschaftlicher Akzeptanz“, ergänzt Holger Wiertzema. Nach dem gemeinsamen Austausch zum Verbundprojekt gab es eine gemeinsame Führung durch das TEC, das anschauliche Technologien im Realbetrieb zeigt, die für das Vorankommen der Energiewende unabdingbar sind – von der Wärmepumpe über den Elektrolyseur bis zur DAC-Anlage.

Die Delegationsreise fand im Rahmen der deutsch-südafrikanischen Energiepartnerschaft und dem International Power-to-X Hub statt, ein von der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) durchgeführtes Vorhaben. Südafrikas Nordkap-Provinz verfügt über große erneuerbare Energieressourcen und will dank seiner strategischen geographischen Lage zu einem wichtigen Akteur bei der Produktion und dem Export von grünem Wasserstoff werden.

Dieser Beitrag ist ebenfalls auf dem Blog des CC4E erschienen.

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